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Die aktuelle berufspolitische Schlagzeile

(26.IX.2012): " Es geht nicht um´s Geld ......."

s.dazu auch http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/49/63839/640267

Kommentar: Pathognomonisch !

(27.IX.2012): "Es muss endlich Schluss sein mit der Ideologie der Freiberuflichkeit......"

s, dazu auch http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/63834/640538

Kommentar: "fiktive" Demokratie !

(28.IX.2012)  e-health !

s.dazu: Hier finden Sie die Zusammenfassung der eHealth-Planungsstudie:
http://www.bmg.bund.de/fileadmin/dateien/Pressemitteilungen/2012/2012_03/120924_PM_69_Anlage_E-Health_-_Planungsstudie_Interoperabilitaet.pdf

Kommentar: So funktioniert Demokratie!

(29.IX.2012) Die Verordnungskosten steigen !?

http://www.facharzt.de/content/meldung.html?artid=124869&noprint=1

s, dazu auch http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/42838/456849

(30.IX.2012) Sicherstellung ? -- In einer " Pyramide des Schreckens"?

s. dazu auch http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/63925/640929

Kommentar: Teilsysteme lassen sich in einem reparaturbedürftigem Gesamtsysystem der
                   universellen Käuflichkeit regelhaft nicht optimieren!
                   http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/57975/585750


(01.X.2012) "Masterplan"------"eines genialen Teufels" ?

s.dazu auch http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/63935/641088

Kommentar: s. http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/58358/590350

(02.X.2012) " neue Kräfte in der KV "----- und ein " Basisdach"

http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/63925/641445

Kommentar: Was ist ein Basisdach ? -- ein Hybrid ?!

(03.X.2012) "Intelligente Lösungen gegen Ärztemangel"
http://www.gesundheitskongress.de/2012/programm.htm

Kommentar: Nicht intelligent ist es, die Ärzte bedacht zu honorieren !

(04.X.2012) Impfstoffe sind nicht beliebig austauschbar --- der gleiche Wirkstoff in
                der gleichen  Dosierung unterschiedlicher Hersteller hat niemals(!)
               die gleiche Wirkung !

  s.auch              http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/64021/641905

Kommentar: "Politische Pharmakologie"  von Dilet(T)anten spart kein Geld, sondern
                    kostet Geld ----
                    und Tote!
(05.X.2012) Sonderliche soziale Gerichtsbarkeit in einem System der universellen
                 Käuflichkeit !

                  s.dazu http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/64022/641971
                  Kommentar: Wirkliche Demokratie im Reich des Guten !

(06.X.2012) Eher geht ein Köhler durch ein Nadelöhr ......   , als dass Dr. Durchschnitt
                 wirklich positive Änderungen erleben dürfte !
s.dazu http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/64056/642274
" Denn in Wahrheit ist man doch gar nicht mehr so weit auseinander"
(Ärztezeitung v. 04.X.2012) http://www.springermedizin.de/honorarstreit-jetzt-muss-der-schlichter-ran/3537738.html?sendID=9450&linktyp=teaser1&cm_mmc=ecircleNL-_-LM_Update+Gesundheitspolitik-_-S_Honorarstreit%3A+Jetzt+muss+der+Schlichter+ran-_-L_21&newsletterID=33
Kommentar: In einem universellen System der Käuflichkeit kann man auch Sterne kaufen !

(07.X.2012)  "AOK Hessen: Erste Zielquote für Gesundheitskarte erfüllt"
http://www.facharzt.de/content/red.otx/187,AOK-Hessen-Erste-Zielquote-f%C3%BCr-Gesundheitskarte-erf%C3%BCllt_125178,0.html

Kommentar: Na,geht doch,fein ! Ohne Ärztetagsbeschlüsse und weitere Engagements und ---- ohne Demokratie mit viel Geld !

(08.X.2012) " Diese Kosten können wir nicht erstatten" !

s. dazu http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/28337/283719

Kommentar: 2007 !! Ob das wohl noch aktuell ist?!

(09.X.2012)  " Wenn es jemanden gibt, der einen Porsche verdient, dann ist es der Arzt ...."

s. dazu http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/484/64111/643147

Kommentar: .... auch wenn dieser keine Vorträge hält !

(10.X.2012) Wie verräterisch und pathognomonisch die Sprache doch sein kann (Wer denkt da an V. Klemperer ?):

"Bedarfsplanung": "Wir werden die zur Verfügung stehenden Sitze zielgenauer verteilen" !! 
http://www.facharzt.de/content/red.otx/187,Feldmann-Das-ist-der-Fahrplan-f%C3%BCr-die-neue-Bedarfsplanung_125328,0.html

Kommentar: Und dann leuchtet der rote Stern der Planerfüllung !!

(11.X.2012) Stärkung einer individuellen Therapie

s. dazu BSG  B1 KR 2/11

Kommentar: Kassen dürfen nicht nur Billig-Arzneimittel bezahlen ! Richtig! 

(12.X.2012) Die bewährte Partnerschaft !

Wer wollte nach dem grandiosen persönlichen Ver(Be)handlungserfolg eines Herrn Dr. Köhler nun noch eine Systemänderung im System für praktikabel halten ?

s.a. http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/58512/591288

Kommentar: Man bekommt, was man wählt ---- sogar in " Standesvertretungen " !

(13.X.2012) Wer war Friedrich Lande ? --- Und wer werden Wasem und Köhler gewesen sein ?

s.a. http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/64231/644242

Kommentar: sic !

(14.X.2012)" Beruf wechseln oder Land verlassen sind die einzigen vollständigen Lösungen, die in absehbarer Zeit greifen.
Eine dieser beiden Optionen oder: weiter ertragen.
Bitter aber wahr. Will keiner hören. "
 http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/64264/644396

http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/64231/644213
"Der Marsch durch die Institutionen"

 http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/29696/320051
e-card   ---  War da etwas ?

Kommentar: nicht nötig

(15.X.2012) " Wir erreichen die eigenen Kollegen nicht !"

http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/64275/644524

Kommentar: systembedingt und ohne jede begründete Hoffnung auf Änderung

Wegen erkennbarer Ineffizienz und in Vorbereitung der Ausserbetriebnahme der homepage werden Internetsprechstunde und aktuelle berufspolitische Schlagzeien nicht mehr weitergeführt.










Klinische Pharmakologie - Ein Schlüssel

zur Wissenschaftlichkeit und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

Hans-Robert Böhme

Die Klinische Pharmakologie ist als Schlüssel zu einer wissenschaftlichen und damit ökonomischen Pharmakotheraple anzusehen, deren Instrumente und Erkenntnisse zu weittragenden gesundheitspolitischen, wissenschaftlichen und ökonomischen Konsequenzen von strategischer Qualität führen.
Das Fachgebiet bedarf keiner Verteidigung seiner Position, sondern der verstärkten Nutzung seiner Erkenntnisse, insbesondere bei der Optimierung der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universitäten. Der Betrachtung der Klinischen Pharmakologie als medizinische Schlüssel-disziplin trägt die Festlegung der zuständigen Länderminister zur Entwicklung dieses Fachgebietes Rechnung.
Der Begriff ,Schlüsseldisziplin ´sollte auf Fachgebiete angewendet werden, deren interdisziplinäre Stellung, deren Instrumente (auch Algorithmen sind Werkzeuge! ) und Möglichkeiten zu einer Verbesserung der Arbeitsproduktivität im weitesten Sinne führen, deren richtige Einflußnahme nicht nur Impulse für eine qualitativ hochwertige Forschung gibt, sondern zugleich die Überleitung deren Ergebnisse in die Praxis beschleunigt oder optimiert(auch i.S.‘ Leitprojekte‘;
RÜTTGERS/ll9.Vers. GDNÄ).
Die von verschiedenen Parteien für das Gesundheitswesen formulierten Aufgaben haben die weitere Qualifizierung der Pharmakotherapie zur Gewährleistung eines wissenschaftlich begründeten, effektiven Arzneimitteleinsatzes als Schwerpunkt. Dieses begrüßenswerte Ziel wird jedoch, wie die jüngste Vergangenheit gelehrt hat, mit untauglichen Mitteln verfolgt. Mit untauglichen Mitteln , weil pharmakologisch nicht ausgewiesene ‘Experten‘ mit undifferenzierten Anglizismen(z.B. me too-Präparate) und der unkritischen Übernahme wenig tauglicher Studien z. B. zum Chlorthalidon(ALLHAT) oder den Östrogenen den Spagat der Ärzte zwischen Leitlinien und Regressdrohung verschärfen.

Unwissenschaftliche, ökonomisch prädeterminierte Metaanalysen (Insulintherapie) und das simpel missverstandene DDD-Konzept (AVWG) bleiben auch nach politischer Regelung untauglich zur Optimierung der Pharmakotherapie.

 




Z u r  B e d e u t u n g  d e r  P h a r m a k o t h e r a p i e   f ü r   P a t  i e n t e n, Ä r z t e,
G e s u n d h e i t s w e s e n  u n d  G e s e l l -s c h a f t

Bis zu 90% aller ärztlichen Leistungen werden heute mit der Anwendung von Arzneimitteln und ihnen gleichgestellten Erzeugnissen in Verbindung gebracht. Die Häufigkeit der Arzneimittelverordnung und die dadurch verursachten Kosten sind gesamtgesellschaftlich bedeutsam.
Es gibt Grund zu der Annahme, daß neben der Einführung neuer Präparate und Preissteigerungen auch andere Faktoren zu den hohen Ausgaben für Arzneimittel beitragen. Dazu gehört z.B. der Altersaufbau der Bevölkerung . Bei steigenden Rentnerzahlen sind Ausgaben für Arzneimittel in dieser Altersgruppe besonders hoch. In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es keinen funktionierenden Markt. Die meisten Arbeitnehmer haben nicht die Wahl zwischen verschiedenen Versicherungen mit unterschiedlichen Leistungspaketen (mit der Möglichkeit zur modularen Honorierung der Leistungserbringer).
Sie können nicht wählen, welches Risiko sie absichern möchten. Für sie gibt es nur eine Versicherung, die teuere Vollversicherung. Der Kranke ist infolgedessen auch kein umworbener Kunde, sondern jeder verhält sich statt dessen so, dass er seinen Nutzen vergrößert und damit dem System schadet. Die Probleme, die mit einer wissenschaftlichen und auch ökonomischen Arzneimittelanwendung verbunden sind, stellen den Arbeitsgegenstand des Fachgebietes Klinische Pharmakologie dar, das auch das Instrumentarium für die interdisziplinär mögliche Verallgemeinerung seiner Ergebnisse zur Verfügung hat. Damit sind für alle klinischen Disziplinen Therapieempfehungen möglich.
Die Einnahmetreue zu differenten Pharmaka und der Fetisch Arzneimittel für den Patienten führen mit zunehmender Zahl verwandter Pharmaka auch zu einer erheblichen Steigerung der jedem Arzneimittel inhärenten Nebenwirkungen.
Die unkritische Einstellung zum Arzneimittelgebrauch durch den Patienten erzeugt bei einer
Reihe von Arzneimitteln einen Abusus, der möglicherweise seinerseits behandlungsbedürftig wird. Freiverkäufliche oder über das Internet bezogene Schmerzmittel, Laxantien, Appetitszügler und Tranquillizer sind in dieser Hinsicht besonders belastet. Auf Seiten des Arztes führt eine bei Lehr- und Fortbildungsveranstaltungen deutlich werdende zunehmende Unsicherheit in pharmako-therapeutischen Fragen z.T. auch aus zeitlicher Überlastung heraus zu einer oft ausgeprägten
Polypragmasie(nicht Polypharmazie?!),in deren Gefolge Arzneimittelinteraktionen auftreten, die zur Iatrogenie führen können.
Die Zahl der zu erwartenden Nebenwirkungen steigt exponentiell mit der Zahl der verordneten Medikamente.Das stellt in mehrfachem Sinne eine Belastung des Gesundheitswesens und der Gesellschaft dar.
Verantwortlich für die pharmakotherapeutische Unsicherheit der Ärzte sind u.a. dem Fachgebiet Elektronik vergleichbar kurze Halbwertszeiten des als gesichert angesehenen Wissens in der klinischen Pharmakologie. Für das Gesundheitswesen ist insbesondere der hohe Anteil ambulant verordneter Medikamente aus der Gruppe der Antibiotika und Herz-Kreislaufmittel bedeutsam.
Dabei sind erhebliche interdisziplinäre Unterschiede in den Verordnungsgewohnheiten Ausdruck unterschiedlicher Menge klinisch-pharmakologischen Wissens, aber auch eingeschränkter diagnostischer Möglichkeiten in der ambulanten oder Hausbesuchspraxis. Ein System kleiner, handlicher, batteriebetriebener elektronischer Geräte (z.B. zur Soforttemperaturmessung, zur Beurteilung von Herz-Kreislaufparametern und zur Substrat- bzw. Compliance-
Diagnostik mittels Teststreifen könnte, eine ausreichende Produktion preislich absetzbarer Geräte vorausgesetzt, als Ansatzpunkt zur klinisch- pharmakologisch kontrollierten  Arzneimittel-
anwendung dienen.
Ein Beitrag zum Abbau wissenschaftlich nicht begründbarer Therapiegewohnheiten, wie sie z.B. in den Fachgebieten Dermatologie, Psychiatrie und Stomatologie von uns registriert wurden, sind Arztinformationen, die neutral mit den entsprechenden Fachgesellschaften abgestimmt und periodisch aktualisiert von uns mehr als 20 Jahre im Gebiet der ehemaligen DDR allen Ärzten in persönlichen Exemplaren zur Verfügung gestellt wurden.
In diesem Zusammenhang werden Klinische Pharmakologen (auch in Therapie-Kommissionen) oft mangels eigener praktisch-ärztlicher Tätigkeit noch sehr unterschiedlich wirksam, so daß selbst an Universitätskliniken heute als gesichert zu betrachtendes Wissen nicht hinreichend bekannt ist (z.B. Herzglykosidanwendung ). Herzglykoside gehören zu den Medikamenten mit geringer therpeutischer Breite. Ihre Fehlanwendung ist folgenreich. Wegen der epidemiologisch hohen Bedeutung von Herz-Kreislauferkrankungen ist eine Optimierung der Pharmakotherapie (z.B. Einsatz von Kalziumkanalblockern,Nitraten ) hier vordringlich und die wissenschaftliche Begründung des Einsatzes neuer Arzneimittel (z. B. Hämorheologika,‘biologicals´) von besonderer Bedeutung.
Aus klinisch-pharmakologischer Sicht darf auch eine Abgrenzung zu den Aufgaben des Pharmazeuten in diesem Zusammenhang nicht unterbleiben. Die von den Pharmazeuten zu untersuchenden e x t r a biologischen Faktoren der Arzneimittelentwicklung, -herstellung und -applikation unter Einschluß der dem Begriff Bioverfügbarkeit zugeordneten Probleme dürfen nicht damit verwechselt werden (auch wenn z.B. in der USA und Skandinavien mit anderer Struktur des Gesundheitswesens und anderem Ausbildungsgang Klinìsche Pharmazeuten‘(!) agieren), daß für die Untersuchung der Arzneimittelwirkung am Me n s c h e n und die Optimierung der Pharmkotherapie in der Praxis allein der klinisch-pharmokologisch ausgebildete oder beratende Arzt verantwortlich sein muß.
Vor überbetonten Empfehlungen (Positiv-,Negativliste,Richtgrößen), die letztlich einem verstärktem Dirigismus gleichkommen, ist sehr zu warnen, da unkritische Verallgemeinerungen nicht abgesicherter einzelner Aspekte dem individuellen Krankheitsbild und dessen Komplexizität nicht Rechnung tragen und zu erheblichen Fehleinschätzungen führen können.
Wissenschaftlich nicht haltbar sind die von selbst ernannten Experten z. B. von Ortsteil-krankenkassen und von politischen DiletTanten gern aufgegriffenen ökonomisch akzentuierten Therapieinschränkungen durch unzutreffende Neologismen. So gibt es z.B. für den nur pharmakokinetische Grundkenntnisse Rekapitulierenden keine me too-Präparate und aut idem – Verordnungen können niemals pharmakotherapeutisch vergleichbar sein. Ohne den off-label-use hätten wir heute z.B. keine wirksamen Thrombozytenaggregationshemmer und eine grosse Reihe weiterer Therapieoptionen ebenfalls nicht. Es ist geradezu ein heuristisches Prinzip mit hohem gesellschaftlichen Sparpotential eingeführte Arzneimittel für neue Indikationen zu erschliessen. Auf gleicher pseudowissenschaftlicher, ökonomisch durchsichtiger Ebene werden die Messung des Anteils der Verordnung von Reimporten, die Begriffsbildung ‘Schrittinnovationen‘ u.w. pathognomonische Neologismen von diensteifrigen Apologeten einer letztlich inhumanen medizinischen Ausrichtung inauguriert. Die Missachtung von Präparatdifferenzen und elementaren statistischen Voraussetzungen führt zu von Ökonomen gern aufgegriffenen Fehleinschätzungen, früher aus dem Osten, heute aus dem Westen . Ein an anderer Stelle in diesem Zusammenhang zu diskutierendes ‘pathognomonisches‘ Beispiel ist die Bewertung der Hormonersatztherapie.
Strukturelle Hilfen werden den Ärzten von Politik und Kassen dazu kaum gegeben. Angesichts der Tatsache, daß Jahr für Jahr der Kassenärzteschaft vorgehalten wird, Milliarden Euro für unwissenschaftliche/unnötige Arzneimittel auszugeben, ist es erforderlich nun endlich diese Arzneimittel von einem gesicherten (und nicht mit der inkompetenten Stochastik des Bundesausschusses Ärzte(!) und Krankenkassen praktizierten) erkenntnistheoretischen Konzept aus zu benennen und ihre Verordnung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung auszuschließen.
Zu einer unwissenschaftlichen Arzneimittelanwendung gehört indessen nicht nur das Zuviel,sondern auch das Zuwenig!
Beispiele,wie unkritische Verallgemeinerungen zur Verunsicherung des praktisch tätigen Arztes beitragen können, sind von BÖHME und LUDEWIG (lange vor `evidence based medicine´) analysiert worden (Beeinflussung der Laboratoriumsdiagnostik unter Pharmakotherapie, unrationelle Vitamin B12-Therapie, unwissenschaftliche Migränetherapie u.a.).
Die Durchsetzung einer wissenschaftlichen und auch ökonomischen Arznmitteltherapie muß als langfristige Aufgabe ohne jede Form der finanziellen Vorgabe auf den Behandlungsfall,eine Indikation und ohne unkritische Anwendung sogenannter Alternativmethoden gesehen werden (s.dazu auch die Ergebnisse der von Novartis inaugurierten IGES-Studie).
Eine Reihe von Präparaten mit hoher Wirksamkeit und Potenzen für eine Differentialpharmako-therapie werden nach unseren Erfahrungen (Therapiekommission) hinsichtlich ihrer Interaktionsmöglichkeit und Dosierungen in der ambulanten Praxis häufig wissenschaftlich unbegründet eingesetzt. Dazu gehören z. B. die Betablocker,Kalziumkanalantagonisten und auch Hämorheologika. Versuche, das Beziehungsgefüge zwischen Kosten im Gesundheitswesen und der Pharmakotherapie am e i n z e l n e n Patienten durch die isolierte Betrachtung einzelner Kennwerte zu beurteilen (z.B. Fallkostendurchschnitte, Liegezeiten,Patientendurchlaufzahlen, Rezept-blattkosten wie auch unkritische Rezeptanalysen, Positiv-/Negativlisten, DDD-(`Bonus`?!!)Konzept bei inhomogener Arzneimittelgruppe u.ä. Versuche Unkundiger) sind auf Grund der Komplexizität der Einflüsse zum Scheitern verurteilt. Die prospektive Bestimmung der Gebrauchseigenschaften von Arzneimitteln ist nur bei sinnvoll kombinierter Anwendung der Instrumente der Klinischen Pharmakologie möglich.
Der gesellschaftlichen Bedeutung des Fachgebietes Klinische Pharmakologie, die aus den vorangehenden Ausführungen bereits abzuschätzen ist, muß durch eine Akzentuierung der Ausbildung auf diesem Gebiet sowohl im Rahmen des Studiums wie auch der Fortbildung stärker als bisher Rechnung getragen werden, wobei interdisziplinären Veranstaltungen der Vorrang gegeben werden sollte. An diese Stelle ist auch die Kooperation mit Philosophen, Theologen, Volkswirtschaftlern und anderen Fach-wissenschaftlern möglich und nötig.

Z u  S t e l l u n g,  A u f g a b e n,  M ö g l i c h k e i t e n  u n d   ‘I n s t r u m e n t e n ‘d e r 
K l i n i s c h e n P h a r m a k o l o g i e

Arzneimittel haben einen ganz außergewöhnlichen volkswirtschaftlichen Rationalisierungseffekt.
Unter Rationalisierungseffekt wird in diesem Zusammenhang der ethisch und ökonomisch höher einzuschätzende Heilwert einer wissenschaftlich begründeten Pharmakotherapie einerseits und die bei Entwicklung, Produktion, Anwendung und Auswahl erreichbare Effizienz in Bezug auf die Arzneimittel selbst verstanden.
Ein solcher ist für die Erkrankungen Kinderlähmung, Tuberkulose, Masern, die Parkinsonsche Erkrankung, Ulcus-Erkrankung, akute Leukämie im Kindesalter, Morbus Hodgkin, Seminome, Hämophihe, maligne Hyperthermie, Glaukom, Morbus Werlhof, Pemphigus vulgaris, Porphyrie, Hypertonie, Grippe u.a.nachgewiesen. Insbesondere Impfungen haben einen hohen,gut nachgewiesenen volkswirtschaftlichen Nutzen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wird bis zu 1:90 angegeben,dabei sind ethische und soziale Gesichtspunkte noch nicht berücksichtigt.Dies muß gegen die Kosten sachkundig gewichtet werden ( z.B.Meningokokken!).
Freilich darf nicht dümmlich und geldgierig zugleich im Ökonomisierungswahn bei erforderlicher Differenzierung (und noch zu spät) nur ein Impfstoff( nach Auschreibung!!) mit reduzierter Antigenmenge gekauft werden und dann die Verwunderung über die Gesellschaft belastende Kosten einer (Grippe-) Epidemie gespielt werden. Flankierend werden gekaufte Medien zur unberechtigten Verunsicherung der Patienten über geprüfte Adjuvanzien im Alter gedrängt.
Eine Reihe von Empfehlungen, auch in Lehrbüchern und Informationsmaterialien, trägt dem derzeit gesicherten Wissen in der Klinischen Pharmakologie nur unzureichend Rechnung.
Die gestiegenen Sicherheitsbedürfnisse, die Notwendigkeit einer Differentialtherapie als Pendant einer Differentialdiagnostik, die erheblichen Kosten für das Finden und Entwickeln wirksamer neuer Therapeutika, neue wissenschaftlicheErkenntnisse zu Pharmakokinetik (z.B. first pass, Bioverfügbarkeit) und Pharmakodynamik, die gestiegene toxikologische Relevanz der Arzneimittel auch im Rahmen von Interaktionen mit ökologisch bedeutsamen Faktoren, die Erkenntnisse der Chronopharmakologie u.a. erfordern eine Technologie und ein Instrumentarium zur Beurteilung der Wirksamkeit, Sicherheit und der Indikation der Arzneimittel sowie zur wirtschaftlich bedeutsamen Entrümpelung des pharmakotherapeutischen Reservoirs (Beispiele für Beurteilungen dazu liefern BÖHME und LUDEWIG für Vitamin B12, Sekalealkaloide, Yohimbin u.a.).
Nutzlose Arzneimittel dürfen auch nicht als Plazebo eingesetzt werden. Im Gegensatz zu dem am nichtbiologischen Material arbeitenden Naturwis-senschaftler muß der Klinische Pharmakologe u n d  A r z t eine erhebliche inter-und intraindividuelle Variabilität berücksichtigen,die weder durch Expertenhearings noch mit den Methoden der Statistik ( Schon gar nicht mit politisch intendierter willkürlicher Auswahl von Metaanalysen als pseudowissenschaftliche Feigenblättchen aus Instituten zur Beförderung der Unwissenschaftlichkeit in der Medizin für sogenannte gemeinsame Ausschüsse mit  Beschlüssen zum Vorteil des sozialverträglichen Frühablebens. ) allein zu bewältigen ist, sondern für deren Beurteilung stets die wissenschaftlich geprüfte klinische Relevanz ausschlaggebend sein muss. Instrumente bzw. Methoden, die heute im Rahmen einer wissenschaftlichen Pharmakotherapie durch die Klinische Pharmakologie angewendet werden, sind in prospektiven Untersuchungen(!) u.a.Randomisierung, crossover-Technik, Blindversuchstechnik, Plazeboeinsatz, Mitführung von Referenzpopulationen, die Stufung der Anwendung potentieller Arzneimittel entsprechend nationalen und europäischen gesetzlichen Vorgaben und dazu vorliegender international gültiger Interpretationen.

Z u r  A b l e i t u n g  d e r  B e d e u t u n g, d e r  A uf g a b e n  u n d  d e r M ö g l i c h-
 k e i t e n  d e r  K l i n i s c h e n  P h a r m a k o l o g i e
Nach ABSHAGEN ist die Klinische Pharmakologie ein geschlosssenes akademisches Gebiet, das in Forschung und Lehre die Grundlage für die wichtigste Tätigkeit des Arztes (Helfen und Heilen ist überwiegend Pharmakotherapie), nämlich die Behandlung von Krankheiten mit Arzneimitteln darstellt.
Wesentliches Ziel ist somit die Konzeption, Erprobung und wissenschaftliche Untermauerung neuer pharmakotherapeutischer Prinzipien nach den Kriterien Wirksamkeit und Sicherheit sowie die laufende kritische Überprüfung und Weiterentwicklung der Therapieprinzipien.
Die verstärkte Einbeziehung der Erkenntnisse und Methoden der klinischen Pharmakologie führt durch die Optimierung der Pharmakotherapie zu einem Gewinn an Lebensqualität, zur Berücksichtigung krankheitsbedingter Änderungen der Pharmakokinetik und -dynamik und zu wissenschaftlich begründeten Kostenanalysen auf der Grundlage einer wissenschaftlich fundierten Werttheorie, die derzeit indessen wegen ihrer ökonomischen Akzentuierung in der interdisziplinären Kooperation noch erheblich weiter entwickelt werden muß. Die Zusammenarbeit zwischen forschenden und klinisch tätigen Ärzten gewinnt auch bei der moralischen Verantwortung für die Forschungsziele besondere Bedeutung.
Als Hauptaufgabengebiet der Klinischen Pharmakologie (auch im Sinne einer Schlüsselwissenschaft) gelten die Entwicklung neuer Arzneimittel und die Optimierung des Einsatzes von Arzneimitteln in dem integrierten Gesamtkonzept einer rationalen Pharmakotherapie.
Bei der Beurteilung,Verhütung und Früherkennung von Nebenwirkungen.insbesondere durch Polypragmasie bedingter Nebenwirkungen im Rahmen von Interaktionen muss zwischen Nebenwirkungen im Sinne der WHO-Definition und Anwendungsfehlern differenziert, eine selektive Wahrnehmung des Risikos, die Vernachlässigung des Vergleichs zum Risiko anderer schädlicher Wirkungen und eine zusammenhanglose Trümmerkommunikation vermieden werden
(ABSHAGEN).
Aus der Nichtbeachtung der Erkenntnisse und der Instrumente der Klinischen Pharmakologie ergibt sich die Gefahr von für den einzelnen Patienten schwerwiegenden und für die Gesellschaft nachteiligen Fehleinschätzungen. Dazu gehören Dirigismus und Ökonomismus (zumeist aus fachlicher Inkompetenz) und andere Formen der einseitigen Beurteilung der klinisch-pharmakologischen Aufgaben. Typisches Beispiel sind hier die gesetzlichen Regelungen im Rahmen der sogenannten Gesundheitsreformgesetze der Bundesrepublik Deutschland (Nichtbeachtung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, Generikaproblem, Problem der Homogenität von Vergleichsgruppen, juristische Inkonsequenzen für den Vertragsarzt u.a. ), die gesamtgesellschaftlich Kosten generieren, soziale Therapieunterschiede fördern, unwissenschaftliche (,die eben gerade nicht alternativ sind,) Behandlungsmethoden favorisieren und dem Vertragsarzt eine rationale Therapie nahezu unmöglich machen.




..............................
Am 05.I.2011 veröffentlichte Frau Dr. S. Lüder auf der Plattform  www.facharzt.de eine bemerkenswerte Analyse, die wegen ihren Bezuges zu einer fachlich wie sozial abzulehnenden `politischen Pharmakologie `(BÖHME) hier auszugsweise zitiert wird: http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/51565/531228

 ………………………….. Wer sorgt eigentlich in Deutschland dafür dass das ganze Medizin Systeminzwischen ein völlig intransparenter Selbstbedienungsladen für eineKontrollmafia geworden ist, bei der die entscheidenden „ Teilnehmer im System“, nämlich Patienten, Versicherte und Ärzte , nix mehr zu melden haben?Mauschelmafia ad 1Das aktuellste Beispiel. Nachdem Ulla Schmidt ( SPD) die aufgedruckten Preise auf den Arzneimitteln in den Apotheken abgeschafft und die Rabattverträgeeingeführt hat, weiß keiner mehr was wie viel  kostet. Die Patientenwissen nicht mehr, dass ihr Asthmaspray 80 Euro kostet, die Preistreiberei derPharmakonzerne fällt niemandem mehr auf.Die Patienten bekommen in der Apotheke jedes Mal  nach Art der Überraschungseierein anderes Medikament, eine Tatsache, die die „ Qualität“ der deutschenMedizin drastisch reduziert und die Anzahl der Krankenhausbehandlungen beiälteren Menschen wegen „Arzneimittelfehleinnahmen“ oder „Nichteinnahmen“ deutlicherhöht hat. Aber keiner spricht darüber. Nicht der Patientenbeauftragte, nichtHerr Etgeton vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. Wozu auch. Es gehthier ja nur um Leben oder Tod.Versucht nun ein neuer Gesundheitsminister, an diesem Missstand eineKleinigkeit  zu ändern in Richtung einer größeren Freiheit für Patientenund  im Interesse der Therapietreue und der  Qualität, indem er imneuen AMNOG Gesetz erlässt dass die Patienten neuerdings das Recht haben, ihrgewohntes Präparat in der Apotheke auch weiter zu erhalten, kommen alle ausihren Löchern.Der „ Experte“ Etgeton sagt im Deutschen Ärzteblatt: .„Lieber das Ersatzmedikament ausprobieren und bei Unverträglichkeit zum Arztgehen. Der kann auf dem Rezept ankreuzen, dass das gewohnte Mittel ohneAufpreis erstattet wird.“ Wer einfach die Quittung für das bisherige Medikamenteinreicht, auf den kommen in der Regel höhere Kosten zu.“ Womit derschwarze Peter wieder bei den dummen Ärzten ist, die dann Jahre später unterden Bedingungen von „ Arzneimittelbudgets“ für Ärzte  für die vielen “ Aut idem Kreuze“ auf den Rezepten persönlich  in Regress genommen werden.Aber kann man an diesem Punkt von unserem „ Zentralorgan“ den Durchblickerwarten“? Nein, wozu denn auch. Wir bezahlen diese Blatt ja nur mit unserenBeiträgen. Und da die Mauschel Mafia in der Medizin verhindert, dass die Preiseder Rabattmedikamente in den Apotheken bekannt sind, wird natürlich keinPatient das Risiko eingehen, erst mal 100 % des Preises des gewohntenMedikamentes selbst zu zahlen  und dann nach Abzug der willkürlichen „ Verwaltungs“ (= Selbstbedienungskosten )der Mauschelmafia sich einen kläglichund unbekannten Rest erstatten zu lassen. Transparenz? Fehlanzeige………………………………….

 .............http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__129.html……………………………………….

 § 129 Rahmenvertragüber die Arzneimittelversorgung(1) Die Apotheken sind bei der Abgabe verordneterArzneimittel an Versicherte nach Maßgabe des Rahmenvertrages nach Absatz 2verpflichtet zur 1.Abgabe eines preisgünstigenArzneimittels in den Fällen, in denen der verordnende Arzta)ein Arzneimittel nur unter seinerWirkstoffbezeichnung verordnet oderb)die Ersetzung des Arzneimittelsdurch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel nicht ausgeschlossen hat,2.Abgabe von preisgünstigenimportierten Arzneimitteln, deren für den Versicherten maßgeblicherArzneimittelabgabepreis unter Berücksichtigung der Abschläge nach § 130a Absatz1, 1a, 2, 3a und 3b mindestens 15 vom Hundert oder mindestens 15 Euro niedrigerist als der Preis des Bezugsarzneimittels; in dem Rahmenvertrag nach Absatz 2können Regelungen vereinbart werden, die zusätzlicheWirtschaftlichkeitsreserven erschließen,3.Abgabe von wirtschaftlichenEinzelmengen und4.Angabe des Apothekenabgabepreisesauf der Arzneimittelpackung.Bei der Abgabe eines Arzneimittels nach Satz 1 Nummer 1haben die Apotheken ein Arzneimittel abzugeben, das mit dem verordneten inWirkstärke und Packungsgröße identisch ist, für ein gleiches Anwendungsgebietzugelassen ist und die gleiche oder eine austauschbare Darreichungsformbesitzt; als identisch gelten dabei Packungsgrößen mit dem gleichenPackungsgrößenkennzeichen nach der in § 31 Absatz 4 genannten Rechtsverordnung.Dabei ist die Ersetzung durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel vorzunehmen,für das eine Vereinbarung nach § 130a Abs. 8 mit Wirkung für die Krankenkassebesteht, soweit hierzu in Verträgen nach Absatz 5 nichts anderes vereinbartist. Besteht keine entsprechende Vereinbarung nach § 130a Abs. 8, hat dieApotheke die Ersetzung durch ein preisgünstigeres Arzneimittel nach Maßgabe desRahmenvertrages vorzunehmen. Abweichend von den Sätzen 3 und 4 könnenVersicherte gegen Kostenerstattung ein anderes Arzneimittel erhalten, wenn dieVoraussetzungen nach Satz 2 erfüllt sind. § 13 Absatz 2 Satz 2, 4 und 12 findetkeine Anwendung. Bei der Abgabe von importierten Arzneimitteln und ihrenBezugsarzneimitteln gelten die Sätze 3 und 4 entsprechend; dabei hat die Abgabeeines Arzneimittels, für das eine Vereinbarung nach § 130a Absatz 8 besteht,Vorrang vor der Abgabe nach Satz 1 Nummer 2.(1a) Der Gemeinsame Bundesausschuss gibt in den Richtliniennach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 unverzüglich Hinweise zur Austauschbarkeit vonDarreichungsformen unter Berücksichtigung ihrer therapeutischenVergleichbarkeit.………………………………………… 

Pharmakologische `M o d e n` durch mangelhafte Berücksichtigung klinisch-pharmakologischen Wissens(`Autoritätenmedizin`)

z.B.  -  verstärkter Einsatz von PPI bei Analgetika
        -  simultaner Einsatz verschiedener Antikoagulantien
        -  Postulierung sogenannter pleiotroper Effekte
        -  ASS-Ersatz/Ersatz indirekter Antikoagulantien vor,bei und nach
           Operationen
        -  Favorisierung des Bisoprolol durch Kardiologen 
       u.w.m.
diese Vorgehensweisen bedürfen einer vertieften klinisch - pharmakologischen Bewertung, die den Rahmen dieser homepage überschreitet. Hier wird auf die Möglichkeit der Nutzung unserer Spezialsprechstunde verwiesen.


auch nicht gänzlich uninteressant
Das deutsche Gesundheitswesen und die Pyramide des Schreckens

http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/57975/585750


Was ist politische Pharmakologie (BÖHME) ?
s.dazu u.a. http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/54666/557349

http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/173/9883/292638

http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/173/9893/294799

http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/16/28859/297987

ein besonders typisches und abschreckendes aktuelles Beispiel  s. Schwabe,U. und D.Paffrath Arzneiverordnungsreport 2011,S. 268 unkritisch übernommen in KVS.Mitteilungen 9(2012) V

(Als Pharmakologe oder Pharmazeut nie Patienten behandelt (marginaler Nutzen marginaler Kenntnisse" !) , keine Berücksichtigung differenter Kinetik, keine Kenntnis zur regionalen Verteilung von my-Rezeptoren und konsekutiv veränderter Dynamik, selektive Auswahl von diskussionsfähiger Sekundärliteratur  u.w.!!)/ Bericht über multicenter trial  und pharmakologische Studie Targin(R)  s. z. B. z.B. arzt und wirtschaft 9/2012,83

s. auch M.Augustin (Institut f. Versorgungsforschung Hamburg-Eppendorf ) Deutscher Schmerzkongress 17.10.2012 Mannheim : Gesundheitsökonomie und schmerztherapeutische Versorgung- Daten,Zahlen,Fakten   "Auch in der kassenärztlichen Versorgung gilt der im Sozialgesetzbuch festgeschriebene Anspruch jedes Menschen auf eine humane Krankenbehadlung. In diesem Sinne legitimiert der aus Patientensicht notwendige Nutzen der Schmerztherapie die eingesetzten Mittel und Kosten."
(Und diese Sätze sollte man sachunkundigen, gewissenlosen Kollaborateuren beim Nachplappern eines `marginalen Nutzens` im Rahmen einer politischen Pharmakologie heftig um die Ohren hauen !)

Ob Grippeimpfung oder die Anwendung  anderer unkundig selektierter Arzneimittel  ----- die Substitution ohne die ärztliche Kunst der individuellen und eben gerade nicht standardisierten Therapie  ist für ein ganzes Volk  lebensgefährlich ----- und generiert Kosten für das ganze Volk !!

Verantwortlich für diese Fehlentwicklung sind allerdings nicht die ,politisch bedrängt,  sich als Wirtschaftsunternehmen sehenden Kassen(s. dazu auch einschlägige BSG-Rechtsprechung /z.B. B1 KR 2/11/), sondern in erster Linie gewissenlose ,ignorante, berufsunwürdig kollaborierende, sogenannte Standesvertreter, die in " Zielvereinbarungen" auf Zentelprozente genau die Ärzte zu einer per se unwissenschaftlichen merkantilen Zentrierung ihrer Therapie nötigen !!

  Ein weiteres Mosaiksteinchen zur Gefährlichkeit einer „ politischen Pharmakologie“ sind nur phänomenologisch induzierte Compliance-Änderungen.   „Die Compliance von Patienten sinkt erheblich, wenn sie von einem Original-Präparat auf ein Generikum mit gleicher Form, aber anderer Farbe wechseln. Dieses Ergebnis einer aktuellen Untersuchung ist sicher nicht überraschend, aber vielleicht eine Argumentationshilfe. Die Studie von Dr. Aaron S. Kesselheim („Harvard Medical School“) und seinen Kollegen ist jetzt in den „Archives of Internal Medicine“ erschienen.“     „Nach Angaben der Autoren führte der Wechsel auf ein Generikum mit anderer Farbe zu einer 50-prozentigen Zunahme der Abbruchrate der neuen Medikation.------------ Die FDA hatte erst kürzlich Generika, die größer waren als die jeweiligen Originalpräparate, abgelehnt, insbesondere aus Gründen der Patientensicherheit.“ Zit.nach: http://www.facharzt.de/content/red.otx/1308,Generika-versus-Original-Farbe-z%C3%A4hlt_128673,0.html

Wer als Arzt diese und viele weitere fachlich wohl begründete klinisch-pharmakologische Grundsätze in seiner individualisierten(!) Therapie bedenkt und beachtet und sich durch Kugelschreiber verteilende Pharmavertreter gar kriminellerweise korrumpieren lässt   ----- ist ein schlechter Arzt und durch den Altruismus der Kassen wie leptosomer (MEZIS)Politiker  zusätzlich beschämt. Dies gilt zumindest nach Auffassung sogenannter gemeinsamer Prüfungsausschüsse, die dann anregende nach unten zeigende Daumen(Wer denkt da wohl an das Schicksal unterlegener Gladiatoren ?!) in sogenannten Trendinformationen, die die Ärzte bekommen, wenn alle Messen gesungen sind(also z. B. 2013 für Anfang 2012) verteilen, wenn sogenannte Richtgrößen nicht eingehalten werden, den Patienten nicht alte „bewährte“(und nebenwirkungsreiche ) Arzneimittel verordnet werden, es sich womöglich sogar um Wiederholungstäter handelt oder und überhaupt die KV die Verordnung „kritisch sieht“ !    

.....und das Schönste zum Schluss !!

Deh: "Nutzenbewertung ist auch für Bestandspräparate unverzichtbar" !

 Die e-card ist ganz demokratisch trotz aufopfernd  honorig kämpfender Damen Realität geworden, die AKR kommen trotz des demokratischen Verständnisses von verdienstvollen PP´s  (nicht ,was Sie denken, sondern Petitionsprofis) noch dieses Jahr, der scharfzüngigste Analytiker aller Zeiten unter www.facharzt.de  mit vielen roten Daumen beginnt zu resignieren( s. Sentenz " Es war alles schon einmal da!") und die Jeanne d`Arc Bayerns mit nach eigener Aussage hoffnungslosem Optimismus(Enger) ----- wird nach ihrem Märtyrertod heiliggesprochen.  
Dies geschieht kostengenerierend zum Schaden jedes Patienten und des ganzen Volkes !
Es scheint, dass dieses Problem etwas wichtiger ist, als die Diskussion über die richtige Ausfüllung der Funktion eines speziellen Vertreters einer speziellen ärztlichen Gruppierung, die Finanzierung des Fahrradschuppens zum Atomkraftwerk und die (intendiert?) deutlich zunehmende Diskussion über rein technische Probleme .  

Und die Korruption ?!

(in einer `Pyramide des Schreckens` /s.o./ systemisch nicht möglich!)

Korruption: Heckemann fordert gleiche Strafen für alle
 http://www.facharzt.de/a/a/131952"Auch die Kassen dürfen immer noch legal durch Rabattverträge Einfluss auf die Verordnung bestimmter Arzneimittel nehmen und damit das Arzt-Patientenverhältnis teilweise massiv beeinträchtigen“, erklärte Heckemann."
Das AMNOG als aktionistischer Erguss dilettantischer Politiker und merkantil akzentuierter Kasseninteressen schadet im Sinne einer `politischen Pharmakologie`jedem Einzelnen und dem gesamten Volk !
Standespolitiker, die sich für die ärztliche Kunst einer eben individualisierten und eben nicht mit unsinnigen Mittelexzellenziel- werten beurteilten standardisierten Therapie auf der Basis lange bekannten und gesicherten klinisch-pharmakologischen Wissens einsetzen, sollten mit Nachdruck unterstützt werden.
Pharmazeuten ,als akademische hochgebildete Fachleute für die e x t r a (!)biologischen Eigenschaften der Arzneimittel, sollten den Kassen immer wieder vorhalten, dass der gleiche Wirkstoff in gleicher Dosierung bei unterschiedlicher Galenik eben regelhaft nie (!) die gleiche Wirkung hat und nie Kosten spart ,sondern diese z. B. durch Complianceprobleme generiert ! Selbst die Substitution z.B. einer Methylgruppe kann im Sinne der Polaritätshypothese eine Differentialtherapie begründen und kann nicht ohne Prüfung mit dem Mangel eines "Zusatznutzens" diskriminiert werden. !      

Über die Pathognomonik eines Systems von der Wissenschaft fremden Neologismen dilettantischer Politiker jeder Couleur und ihrer Claqueure  ("Zusatznutzen" ,"me too"  u.ä) ist z.B. in diesem Forum  ausreichend ( und natürlich ohne Erfolg)  geschrieben worden.

Bedenke :  Bei ignorant gesetzlich verfügter politischer Pharmakologie nützt dann auch die Flucht aus der GKV nicht mehr !

„Qualitätsmanagement“   Sollte ein Patient Einrichtungen bevorzugen, die ein sogenanntes Qualitätsmanagement ausweisen oder dafür „ zertifiziert“ sind ?   Die aus der Autoindustrie übernommenen Vorstellungen, dass eine begründet standardisierte Vorgehensweise vor Fehlern bewahrt und zu gleicher(gleich hoher) Qualität führt, vernachlässigt die im biologischen Bereich sehr hohe intra- und interindividuelle Variabilität. Damit sind individualunabhängige Standardisierungen niemals möglich und die individuell nötige  Therapie bleibt stets ärztliche Kunst, die ein Patient viel feiner bewerten kann, als deutlich merkantil orientierte „Bewertungsinstitute“! Aus gutem Grunde gibt es deshalb für den einzelnen Patienten weder von der Bundesärztekammer noch von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung standardisierte Arbeitsanleitungen, sondern allenfalls Empfehlungen! Natürlich würde ein standardisiertes Vorgehen den Kostenträgern eine bessere wirtschaftliche Planung ermöglichen. Solche Versuche müssen scheitern, wenn nicht eine offene oder getarnte Rationierung, die regelhaft unwissenschaftlich ist,  durchgeführt wird ( s.z.B. unter AMNOG).   s.z.B. http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/173/52106/536831






AMNOG und frühe Nutzenbewertung: ein Fazit und eine Meinung In einem Übersichtsbeitrag hat sich kürzlich der Pharmazeut Professor Theodor Dingermann von der Universität Frankfurt mit dem AMNOG und dessen Folgen befasst. Seine Meinung dazu muss man nicht teilen, interessant sind seine Ausführungen dennoch.
http://www.facharzt.de/content/red.otx/1308,AMNOG-und-fr%C3%BChe-Nutzenbewertung-ein-Fazit-und-eine-Meinung_132473,0.html              ..............................
und noch eine Meinung
http://www.hippokranet.com/de/forums/thread/173/67867/678166

und so ist die politische Pharmakologie organisiert ........

Sehr geehrter Herr Dr. Böhme,   Vielen Dank für Ihre Anfrage. Sie baten um einen Quellenhinweis bezüglich der Kooperation des BfArM mit dem IQWiG (siehe Ihre Anfrage am Ende dieser E-Mail).   Hierzu möchten wir wie folgt antworten:   Der § 8 der Verordnung über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln nach § 35a Absatz 1 SGB V für Erstattungsvereinbarungen nach § 130b SGB V (AM-NutzenV) regelt die Beratung der pharmazeutischen Unternehmer durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (siehe auch http://www.gesetze-im-internet.de/am-nutzenv/ )   § 8 der Beratung (1) Der Gemeinsame Bundesausschuss berät den pharmazeutischen Unternehmer aufgrund dessen Anforderung auf der Grundlage der eingereichten Unterlagen nach Absatz 2. Die Beratung wird durch die Geschäftsstelle des Gemeinsamen Bundesausschusses durchgeführt, sofern er nichts anderes beschließt. Die Beratung kann bereits vor Beginn von Zulassungsstudien der Phase drei und unter Beteiligung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte oder des Paul-Ehrlich-Instituts stattfinden. Der pharmazeutische Unternehmer erhält eine Niederschrift über das Beratungsgespräch.   Auf dieser Ebene findet eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Gemeinsamen Bundesausschuss und dem BfArM/PEI statt.   Darüberhinaus - und unabhängig vom Wunsch des pharmazeutischen Unternehmers, das BfArM bzw. PEI zu einer Beratung hinzuzuziehen - wenden sich der Gemeinsame Bundesausschuss sowie auch das IQWiG regelmäßig an das BfArM bzw. PEI, wenn es im weiteren Sinne um Fragen der Zulassung geht. Dies ist nicht festgeschrieben, insofern kann ich Ihnen hier leider keinen Quellenhinweis geben. Es ist jedoch selbstverständlich, da BfArM und PEI auf Grund der Daten zur Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und pharmazeutischer Qualität die Zulassung aussprechen. Fragen zur Nutzenbewertung nach § 35a Absatz 1 SGB V  sind nicht losgelöst von der Zulassung zu beantworten, allerdings bewertet das BfArM bzw. PEI nicht den Zusatznutzen, dies liegt im Aufgabenbereich des Gemeinsamen Bundesausschusses, der wiederum das IQWIG mit der Analyse der Daten beauftragen kann .   Ich hoffe, wir haben Ihnen hiermit weiterhelfen können.   Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.   Mit freundlichen Grüßen   Peggy Beinlich     Peggy Beinlich, Dipl.-Pharm.
Wissenschaftliche Beratung
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
D-53175 Bonn
Telefon: +49.228.207 3958   _______________________________________________________________________________________   Nachricht über das Kontaktformular aus dem Internetauftritt des BfArM:   Name : Hans-Robert Böhme Straße: Neschwitzweg 8c PLZ/Ort: 04668 Grimma Telefon: 03437/701755 Institution: Email: Hans-Robert.Boehme@t-online.de

Email: Hans-Robert.Boehme@t-online.de   Betreff: IQWiG/Zusatznutzen
Thema: Klinische Prüfung
Nachricht:
Sehr geehrte Herrschaften, für einen Quellenhinweis zur Kooperation Ihrer Behörde mit dem IQWiG wäre ich Ihnen dankbar. Möglicherweise gibt es von Ihnen sogar eine publizierte Position zum `Zusatznutzen `etablierter und/oder zugelassener Arzneimittel.


Verbindlichen Dank.  Mit vorzüglicher Hochachtung

Hans-Robert Böhme